Leipziger Auwald

Der Leipziger Auwald ist die grüne Lunge mitten im Großstadtdschungel und der perfekte Ort, um nach einer durchfeierten Nacht in Connewitz mal gepflegt den Kopf freizubekommen. Dieses riesige, dschungelartige Waldgebiet zieht sich wie ein gigantisches grünes Band mitten durch die Stadt und grenzt direkt an unser Viertel. Es ist kein klinisch sauberer Stadtpark, sondern ein wilder, lebendiger Urwald, in dem umgestürzte Bäume einfach liegen bleiben und Bärlauch im Frühjahr alles in einen intensiven Knoblauchduft hüllt.

Die Geschichte dieses Naturwunders reicht verdammt weit zurück und ist eng mit den Flüssen Elster, Pleiße und Luppe verbunden, die das Gebiet seit der letzten Eiszeit regelmäßig überschwemmten. Genau diese regelmäßigen Hochwasser haben über Jahrhunderte dafür gesorgt, dass hier einer der größten zusammenhängenden Hartholzauenwälder Mitteleuropas entstehen konnte.

Während im Rest des Landes solche Wälder fast überall für die Landwirtschaft oder den Städtebau plattgemacht wurden, haben die Leipziger ihr grünes Juwel über die Jahrhunderte hinweg verteidigt, sodass wir heute noch durch echten, jahrhundertealten Baumbestand spazieren können.

Wie kommste hin?

Um vom Viertel aus ins Grüne einzutauchen, brauchst du eigentlich nicht mal die Bahn. Du läufst vom Connewitzer Kreuz einfach die Wolfgang-Heinze-Straße in Richtung Westen hinab, überquerst die Pleiße und stehst nach gut zehn Minuten Fußweg mitten im südlichen Auwald. Wer fauler ist oder direkt tiefer in den Wald will, setzt sich in die Tram-Linie 9 oder 11, fährt bis zur Haltestelle Klemmstraße und spaziert von dort aus über die Richard-Lehmann-Straße direkt hinein in das dichte Blättermeer.